Whitworth-Rohrgewinde nach DIN ISO 228 – Maße, Tabellen & Anwendung
Gewindetabelle nach DIN ISO 228
| Gewindekennung | Ø Außen (Inch) | Ø Außen (mm) | Ø Mutter (mm) | Ø Kernloch (mm) | Gänge / Inch | Steigung (mm) |
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Die Gewindenorm DIN ISO 228 beschreibt die Maße des zylindrischen Whitworth-Rohrgewindes (Kurzzeichen G) und ist die europäische Übernahme der ursprünglich britischen Zollgewindenorm. Sie definiert Außendurchmesser, Steigung in Gewindegängen pro Zoll und das 55°-Gewindeprofil – ein zentraler Unterschied zum metrischen ISO-Gewinde.
Was ist die DIN ISO 228 für Whitworth-Rohrgewinde?
Die DIN ISO 228 (Teil 1) beschreibt die Maße des zylindrischen Rohrgewindes für nicht im Gewinde dichtende Verbindungen. Sie legt fest:
- Außendurchmesser in Zoll-Nennweite, tatsächliche Maße in mm
- Steigung angegeben als Gewindegänge pro Zoll
- Grundprofil (Flankenwinkel 55°, Whitworth-Rundgewindeform)
Die Norm ergänzt das kegelige Rohrgewinde nach DIN EN 10226 (R) um die zylindrische, nicht selbstdichtende Variante und wird überall dort eingesetzt, wo Verschraubungen mit zusätzlicher Dichtung (Flachdichtung, O-Ring) ausgeführt werden.
- 55° Flankenwinkel
- Zöllige Nennmaße, metrische Ist-Maße
- Zylindrisch, nicht selbstdichtend
- Rundes Gewindeprofil (Whitworth-Form)
Grundprofil des Whitworth-Rohrgewindes
Anders als das metrische ISO-Gewinde besitzt das Whitworth-Rohrgewinde ein Profil mit 55° Flankenwinkel und abgerundeten Gewindespitzen und -tälern statt spitzer Flanken. Dadurch unterscheidet es sich sowohl optisch als auch in der Passung deutlich vom metrischen Regel- oder Feingewinde – eine Verwechslung führt schnell zu undichten oder nicht montierbaren Verbindungen.
Technische Grundlagen des Whitworth-Rohrgewindes nach DIN ISO 228
Flankenwinkel und Gewindeprofil
Das Whitworth-Rohrgewinde besitzt einen Flankenwinkel von 55° und ein rundes, statt spitzes Gewindeprofil.
Die Bezeichnung „G“ plus Zoll-Nennweite (z. B. G 1/2) bezieht sich auf einen historischen Rohrinnendurchmesser, nicht auf den tatsächlichen Gewindeaußendurchmesser.
Zylindrisch statt kegelig – keine Selbstdichtung
Das G-Gewinde ist zylindrisch ausgeführt und dichtet im Gegensatz zum kegeligen Rohrgewinde (R, DIN EN 10226) nicht selbst im Gewinde ab.
Verschraubungen mit G-Gewinde benötigen daher eine zusätzliche Dichtung, etwa eine Flachdichtung oder einen Dichtring, meist in Kombination mit einer Plananlagefläche.
Verwechslungsgefahr mit metrischem Gewinde
Da die Bezeichnung in Zoll erfolgt, die tatsächlichen Maße aber in mm angegeben werden, wird das G-Gewinde in der Praxis häufig mit metrischen Gewinden ähnlicher Nennweite verwechselt.
Ein G 1/2 hat beispielsweise einen Außendurchmesser von rund 20,96 mm und liegt damit nahe an M20 oder M22 – die Gewindeprofile und Steigungen sind jedoch nicht kompatibel.
Anwendung in Werkzeugbau und in der Fertigung
Whitworth-Rohrgewinde nach DIN ISO 228 werden vor allem dort eingesetzt, wo lösbare, zusätzlich gedichtete Verschraubungen gefragt sind:
Pneumatik & Hydraulik
Rohrverschraubungen & Fittings
Messgeräte & Sensoranschlüsse
Vorrichtungs- & Sondermaschinenbau
Durch die zylindrische Form eignet sich das G-Gewinde besonders für Verbindungen, die mit Flachdichtung oder O-Ring montiert werden und bei denen die Einschraubtiefe nicht für die Dichtwirkung verantwortlich ist
Häufige Frage zum Thema Whitworth-Rohrgewinde DIN ISO 228
Was ist der Unterschied zwischen G-Gewinde und metrischem Gewinde?
Ist G-Gewinde dasselbe wie NPT-Gewinde?
Woran erkenne ich ein G-Gewinde in der Bezeichnung?
Warum ist G-Gewinde nicht selbstdichtend?
In welchen Branchen wird das Whitworth-Rohrgewinde besonders häufig eingesetzt?
Welche Toleranzklassen gelten für G-Gewinde nach DIN ISO 228?
Klicken Sie auf die unteren Gewindenormen, um mehr über sie zu erfahren.
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