ISO-Feingewindenorm nach DIN 13-2 – Maße, Tabellen & Anwendung

Gewindetabelle nach DIN 13-2

Gewindebezeichnung Ø Außen (mm) Steigung (mm) Ø Kernloch (mm)

Die Gewindenorm DIN 13-2 beschreibt die Maße metrischer ISO-Feingewinde und ist eine ergänzende Norm zum Regelgewinde im Maschinenbau. Sie definiert Nenndurchmesser, reduzierte Steigungen und das Gewindeprofil und wird überall dort eingesetzt, Präzision und Selbsthemmung gefragt ist.

Was ist die DIN 13-2 für metrische ISO-Gewinde?

Die DIN 13-2 beschreibt die Maße metrischer ISO-Gewinde mit reduzierter Steigung gegenüber dem Regelgewinde.
Sie legt fest:

  • Außendurchmesser (Nenndurchmesser)
  • Reduzierte Steigung des Gewindes
  • Grundprofil (Flankenwinkel 60°)

Die Norm ergänzt die DIN 13-1 um Gewindegrößen mit feinerer Steigung und wird in der Feinmechanik, im Werkzeugbau und überall dort eingesetzt, wo hohe Präzision oder Vibrationssicherheit gefordert ist.

Grundprofil des Feingewindes

Das metrische ISO-Feingewinde besitzt wie das Regelgewinde ein symmetrisches Profil mit einem Flankenwinkel von 60°.
Der Unterschied liegt in der Steigung: Sie fällt beim Feingewinde deutlich geringer aus, wodurch die Schraube pro Umdrehung weniger weit ins Gewinde eindringt

Regelgewinde Feingewinde Mikrogewinde

Technische Grundlagen metrischer ISO-Feingewinde nach DIN 13-2

Flankenwinkel und Gewindeprofil

Das metrische ISO-Feingewinde besitzt wie das Regelgewinde einen Flankenwinkel von 60°.
Das Profil ist identisch aufgebaut, unterscheidet sich jedoch in der Steigung.

Gewindesteigung und Selbsthemmung

Die Gewindesteigung fällt beim Feingewinde geringer aus als beim Regelgewinde.
Dadurch steigt die Selbsthemmung, was Verbindungen unempfindlicher gegenüber Vibrationen macht und feines Justieren ermöglicht – etwa bei Einstellschrauben.

Kernlochdurchmesser und Fertigung

Der Kernlochdurchmesser ist auch beim Feingewinde entscheidend für das Schneiden von Innengewinden.
Durch die geringere Gewindetiefe eignet sich das Feingewinde besonders für dünnwandige Bauteile und beansprucht weniger Materialquerschnitt.

Anwendung im Werkzeugbau und in der Fertigung

Feingewinde nach DIN 13-2 werden vor allem dort eingesetzt, wo Präzision und Vibrationssicherheit gefragt sind:

Feinmechanik
Messtechnik und Einstellschrauben
Dünnwandige Bauteile
Vorrichtungsbau

Durch die geringere Steigung und höhere Selbsthemmung eignen sie sich besonders für Anwendungen mit hoher Belastung durch Vibration oder für feines, kontrolliertes Justieren.

Häufige Fragen zum Thema ISO-Feingewinde DIN 13-2

Was ist der Unterschied zwischen Feingewinde und Regelgewinde?

Der zentrale Unterschied liegt in der Steigung: Beim Regelgewinde ist jeder Nenngröße eine feste Standardsteigung zugeordnet, beim Feingewinde fällt die Steigung deutlich geringer aus und muss in der Bezeichnung immer mit angegeben werden. Das Grundprofil mit 60° Flankenwinkel ist bei beiden identisch – nur der Abstand der Gewindegänge unterscheidet sich.

Woran erkenne ich ein Feingewinde in der Bezeichnung?

Ein Feingewinde wird durch den Zusatz der Steigung hinter dem Nenndurchmesser kenntlich gemacht, zum Beispiel M10 x 1,25 statt nur M10. Steht keine Steigung in der Bezeichnung, handelt es sich um das Standard-Regelgewinde.

Wann sollte ich Feingewinde statt Regelgewinde einsetzen?

Feingewinde eignet sich besonders für präzise Einstellschrauben, dünnwandige Bauteile und Verbindungen mit hoher Vibrationsbelastung, da die geringere Steigung die Selbsthemmung erhöht. Auch wenn radial wenig Platz für tiefe Gewindegänge zur Verfügung steht, ist Feingewinde häufig die bessere Wahl.

Welche Nachteile hat Feingewinde gegenüber Regelgewinde?

Feingewinde neigt aufgrund der engeren Gewindegänge stärker zum Festfressen und Verkeilen, ist empfindlicher gegenüber Verschmutzung und weniger für die Hochgeschwindigkeitsmontage geeignet. Zudem sind Feingewindeschrauben und passende Werkzeuge in der Beschaffung oft weniger verbreitet als Regelgewinde-Normteile.

Ist ein Feingewinde stärker als ein Regelgewinde?

Bei gleichem Außendurchmesser hat ein Feingewinde einen größeren Kerndurchmesser und damit einen größeren tragenden Querschnitt. Dadurch kann es im Vergleich zur Baugröße höhere Zug- und Scherkräfte aufnehmen als ein Regelgewinde gleicher Nenngröße.

Welche Toleranzklasse gilt für Feingewinde nach DIN 13-2?

Feingewinde nach DIN 13-2 werden in der Regel wie Regelgewinde in der Toleranzklasse 6H/6g gefertigt. Je nach Anforderung an Passgenauigkeit und Funktion (z. B. bei Präzisionsbauteilen) können jedoch auch engere Toleranzfelder nach DIN ISO 965 vereinbart werden.

In welchen Branchen werden Feingewinde besonders häufig eingesetzt?

Vor allem im Werkzeug- und Vorrichtungsbau, in der Messtechnik bei Einstellschrauben, im Automobilbau sowie überall dort, wo dünnwandige Bauteile oder vibrationssichere Verschraubungen gefragt sind.

Klicken Sie auf die unteren Gewindenormen, um mehr über sie zu erfahren. 

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Mikrogewinde

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