Mikrogewinde nach DIN 14-2 – Maße, Tabellen & Anwendungen

Mikrogewindetabelle nach DIN 14-2

Gewindebezeichnung Ø Außen (mm) Steigung (mm) Ø Kernloch (mm)

Die Gewindenorm DIN 14-2 beschreibt die Maße metrischer ISO-Gewinde unter 1 mm Nenndurchmesser und ist die zentrale Norm für Mikrogewinde im Bereich der Feinmechanik. Sie definiert Nenndurchmesser, Steigungen und das Gewindeprofil für Anwendungen, bei denen es auf kleinste Toleranzen ankommt. Die Tabelle umfasst lediglich acht verschiedene Größen von 0,30 mm bis 0,90 mm.

Was ist die DIN 14-2 für metrische Mikrogewinde?

Die DIN 14-2 beschreibt die Maße metrischer ISO-Gewinde mit einem Nenndurchmesser unter 1 mm.
Sie legt fest:

  • Außendurchmesser (Nenndurchmesser 0,3-0,9 mm)
  • Steigung des Gewindes
  • Grundprofil (Flankenwinkel 60°)

Die Norm ergänzt die Reihe der metrischen ISO-Gewinde um den Bereich unterhalb von 1 mm und wird vor allem in der Feinmechanik sowie in der Uhren- und Schmuckindustrie eingesetzt

Grundprofil des Mikrogewindes

Das metrische ISO-Mikrogewinde besitzt wie das Regel- und Feingewinde ein symmetrisches Profil mit einem Flankenwinkel von 60°.
Aufgrund der sehr kleinen Abmessungen wird häufig die feinere Toleranzklasse 4H anstelle der sonst üblichen 6H verwendet, um die geforderte Präzision sicherzustellen.

Regelgewinde Feingewinde Mikrogewinde

Technische Grundlagen metrischer Mikrogewinde nach DIN 14-2

Flankenwinkel und Gewindeprofil

Das metrische ISO-Mikrogewinde besitzt einen Flankenwinkel von 60°, analog zum Regel- und Feingewinde.
Trotz identischem Profil unterscheidet es sich durch die auffallend kleinen Abmessungen deutlich von größeren Gewindearten.

Gewindesteigung und Nenndurchmesser

Die Norm umfasst Nenndurchmesser von 0,3 mm bis 0,9 mm mit entsprechend kleinen Steigungen.
Eine typische Gewindebezeichnung lautet beispielsweise M 0,3 x 0,08 – Nenndurchmesser und Steigung liegen damit deutlich unterhalb der Regel- und Feingewinde nach DIN 13.

Kernlochdurchmesser und Fertigung

Bei diesen kleinen Abmessungen ist eine präzise Fertigung des Kernlochdurchmessers entscheidend.
Bereits geringste Abweichungen wirken sich bei Mikrogewinden deutlich stärker aus als bei größeren Gewindegrößen,
weshalb hier besonders enge Toleranzen eingehalten werden müssen.

Anwendung in Feinmechanik und Mikrotechnik

Mikrogewinde nach DIN 14-2 kommen überall dort zum Einsatz, wo Bauteile extrem klein und dabei präzise verbunden werden müssen:

Feinmechanik
Uhren- und Schmuckindustrie
Mikroelektronik
Modellbau

Durch ihre standardisierten, kleinsten Abmessungen ermöglichen sie zuverlässige Verbindungen selbst bei minimalem Bauraum..

Häufige Frage zur ISO-Gewindenorm DIN 14-2

Was genau ist ein Mikrogewinde?

Als Mikrogewinde bezeichnet man metrische ISO-Gewinde mit einem Nenndurchmesser unter 1 mm, geregelt in der DIN 14-2. Die Norm deckt den Bereich von M0,3 bis M0,9 ab und ergänzt damit die größeren Regel- und Feingewinde nach DIN 13.

Was ist der Unterschied zwischen Mikrogewinde und Minigewinde?

"Minigewinde" ist keine eigene Norm, sondern ein gebräuchlicher Sammelbegriff für alle metrischen Gewinde bis 2,6 mm Außendurchmesser. Bis 1 mm zählen diese Minigewinde noch zum normalen Regelgewinde nach DIN 13-1; erst unterhalb von 1 mm greift die eigene Mikrogewinde-Norm DIN 14-2.

Wie wird ein Mikrogewinde bezeichnet?

Die Bezeichnung folgt dem gleichen Schema wie beim Regelgewinde, mit dem Kürzel M, gefolgt von Außendurchmesser und Steigung – zum Beispiel M 0,3 x 0,08. Trotz identischer Schreibweise sind Mikrogewinde durch die auffallend kleinen Zahlenwerte klar von Regelgewinden zu unterscheiden.

Welche Toleranzklasse wird bei Mikrogewinden verwendet?

Statt der bei Regel- und Feingewinden üblichen Toleranzklasse 6H kommt bei Mikrogewinden häufig die feinere Klasse 4H zum Einsatz. Damit lässt sich die bei diesen winzigen Abmessungen erforderliche Maßgenauigkeit zuverlässig einhalten.

Wie werden Mikrogewinde in der Praxis gefertigt?

Mikrogewinde werden meist per CNC-gesteuertem Mikro-Gewindebohren oder Mikro-Gewindefräsen hergestellt, oft im Teilprofil-Verfahren, bei dem jeder Gewindegang einzeln erzeugt wird. Entscheidend sind dabei ein exakt vorgefertigtes Kernloch sowie Werkzeuge, die auf die feinen Steigungen im Zehntel-Millimeterbereich abgestimmt sind.

Welche Herausforderungen gibt es bei der Fertigung von Mikrogewinden?

Schon geringste Abweichungen beim Kernlochdurchmesser oder bei der Werkzeugführung wirken sich bei Mikrogewinden deutlich stärker aus als bei größeren Gewindegrößen, da das Verhältnis von Toleranz zu Nennmaß viel enger ist. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Maschinenpräzision, Werkzeugqualität und Prozesskontrolle.

Klicken Sie auf die unteren Gewindenormen, um mehr über sie zu erfahren. 

Toleranzrechner ISO 286 Gewindenorm

Feingewinde

DIN 13-2

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